Rubens Versündigung mit Bilha.

Gesetzliche Bestimmungen darüber.

Die Kinder Jakobs

Und Jakob zog aus und wohnte gen Süden in Magdaladraef. Und er zog zu seinem Vater Isaak, er und sein Weib Lea, am Neumonde des 10. Monats.

Und Ruben sah die Bilha, die Leibmagd der Rahel, das Kebsweib seines Vaters, wie sie sich im Verborgenen im Wasser badete, und er gewann sie lieb. Und in der Nacht kam er heimlich in das Haus der Bilha und fand sie schlafend in ihrem Bette allein in ihrem Hause. Und er schlief mit ihr, und sie erwachte und sah, wie Ruben mit ihr auf dem Lager schlief, und sie deckte ihren Zipfel auf und hielt ihn und schrie und erkannte, daß es Ruben war. Und sie schämte sich vor ihm und ließ ihre Hand von ihm, und er floh. Und sie klagte deswegen sehr, sagte es aber keinem Menschen.

Und als Jakob kam und sie suchte, sprach sie zu ihm: Ich bin nicht rein für dich, weil ich dir befleckt bin; denn Ruben hat mich verunreinigt und bei Nacht mit mir geschlafen, während ich schlief und nichts wußte, bis er meinen Zipfel aufdeckte und mit mir schlief. Und Jakob wurde sehr böse auf Ruben, daß er mit Bilha geschlafen hatte; denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt. Und Jakob nahte ihr nicht mehr, weil Ruben sie verunreinigt hatte.

Und jeder Mensch, der die Decke seines Vaters aufdeckt, denn sehr böse ist sein Tun; denn verworfen ist es vor GOTT. Deswegen steht geschrieben und angeordnet auf den himmlischen Tafeln, daß kein Mensch mit dem Weibe seines Vaters schlafen und daß er nicht die Decke seines Vaters aufdecken dürfe, denn das ist unrein. Des Todes sollen sterben, sowohl der Mann, der mit dem Weibe seines Vaters schläft, als auch das Weib; denn Unreines haben sie auf Erden getan. Und es sei keine Unreinheit mehr vor unserem GOTT innerhalb des Volkes, das er sich zum Eigentum erwählt hat. Und wiederum ist ferner geschrieben: Verflucht sei, wer mit dem Weibe seines Vaters schläft; denn er hat die Scham seines Vaters entblößt! Und alle Heiligen GOTTES sprachen: Es geschehe! Es geschehe! Du aber, Mose, gebiete den Kindern Israel, daß sie dieses Wort beachten. Denn eine Todsünde ist es und Unreinheit ist es, und es gibt keine Verzeihung, den Mann zu sühnen, der dies getan hat, in Ewigkeit, sondern er ist zum Tode zu bringen und zu töten und zu steinigen und hinwegzutilgen aus der Mitte des Volkes unseres GOTTES. Denn jedem Menschen, der das in Israel tut, wird es nicht vergönnt sein, einen Tag auf der Erde zu leben, da er verworfen und unrein ist! Und man soll nicht sagen: Ruben erhielt Leben und Verzeihung, nachdem er mit dem Kebsweibe seines Vaters geschlafen hatte, während sie noch einen Mann hatte, und während ihr Mann, sein Vater Jakob, noch am Leben war. Sondern Ordnung und das Gericht und das Gesetz waren bis dahin noch nicht vollkommen allen offenbart; denn erst in deinen Tagen ist es wie ein Gesetz der Zeit und der Tage und ein ewiges Gesetz für die ewigen Geschlechter. Und es gibt für dieses Gesetz keine Vollendung der Tage und keinerlei Verzeihung dafür, außer daß sie beide hinweggetilgt werden inmitten des Volkes: an dem Tag, an dem sie es getan haben, soll man sie töten.

Du aber, Mose, schreibe es auf für Israel, damit sie es beachten und nach diesem Worte tun und nicht in Todsünden irren; denn ein Richter ist der HERR, unser GOTT, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk annimmt. Und sage ihnen diese Rede des Bundes, daß sie hören und sich hüten und auf der Hut sind davor und nicht umkommen, noch von der Erde hinweggetilgt werden. Denn Unreinheit, Abscheulichkeit, Befleckung und Entweihung sind alle, die das auf Erden tun, vor unserem GOTT. Und es gibt keine größere Sünde als die Hurerei, wie sie auf Erden umgeht. Denn ein heiliges Volk ist Israel seinem GOTT, seinem HERRN, und ein Volk des Erbes ist es und ein priesterliches Volk ist es und ein königliches Volk ist es, und es soll nicht sein, daß dergleichen Unreines inmitten des heiligen Volkes erscheint.

Und im 3. Jahre dieser 6. Jahrwoche (2.145 Jahre) zogen Jakob und alle seine Söhne aus und wohnten im Hause Abrahams nahe bei seinem Vater Isaak und seiner Mutter Rebekka.

Und dies sind die Namen der Kinder Jakobs: sein Erstgeborener Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issachar, Sebulon, die Söhne der Lea. Und die Söhne der Rahel: Joseph und Benjamin. Und die Söhne der Bilha: Dan und Naphtali. Und die Söhne der Silpa: Gad und Aser. Und Dina, die Tochter der Lea, sie war die einzige Tochter Jakobs. Und sie gingen hin und verneigten sich vor Isaak und Rebekka, und als sie sahen, segneten sie Jakob und alle Kinder. Und Isaak freute sich sehr, daß er die Kinder seines jüngeren Sohnes Jakob sah, und segnete sie.

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