Josephs Dienst bei Potiphar, seine Keuschheit und Gefängnis

Und Jakob wohnte in dem Lande der Fremdlingsschaft seines Vaters, dem Lande Kanaan. Dies sind die Geschlechter Jakobs.

Und sie führten den Joseph im Alter von 17 Jahren nach Ägypten hinab, und Potiphar, der Eunuch des Pharao, der Oberkoch, kaufte ihn. Und er setzte Joseph über sein ganzes Haus, und es war der Segen GOTTES in dem Hause des Ägypters um Josephs willen, und alles, was er tat, ließ ihm wohl gelingen. Und der Ägypter überließ dem Joseph alles; denn er sah, daß GOTT mit ihm war und daß GOTT ihm alles, was er tat, wohlgelingen ließ. Und Joseph war schön von Angesicht, und gar hübsch war sein Angesicht, und das Weib seines Herrn hob ihre Augen auf und sah Joseph und gewann ihn lieb und bat ihn, daß er ihr beiwohnen möge. Er aber gab sich ihr nicht hin; und er gedachte an GOTT und an die Worte, die sein Vater Jakob aus den Worten Abrahams zu lesen pflegte, daß keiner von den Menschen huren dürfe mit einem Weibe, daß einen Mann hat, und daß für ihn im Himmel vor GOTT dem Höchsten die Todesstrafe festgesetzt sei, und die Sünde in betreff seiner in den Büchern aufgezeichnet werde, die für ewig zu allen Zeiten vor GOTT sind.

Und Joseph gedachte dieser Worte und wollte ihr nicht beiwohnen. Und sie bat ihn ein Jahr lang; aber er weigerte sich und wollte ihr nicht gehorchen. Und sie umarmte ihn und faßte ihn im Hause, um ihn zu zwingen, daß er ihr beiwohne. Und sie verschloß die Haustür und faßte ihn; und er ließ sein Kleid in ihrer Hand und zerbrach den Riegel und entkam vor ihr nach draußen. Und als jenes Weib sah, daß er ihr nicht beiwohnen werde, verleumdete sie ihn bei seinem Herrn, indem sie sprach: Mich hat dein hebräischer Sklave, den du liebst, zwingen wollen, daß er mir beiwohne, und es geschah, als ich meine Stimme erhob, da floh er und ließ sein Kleid in meiner Hand, als ich ihn faßte, und zerbrach den Riegel.

Und der Ägypter sah das Kleid Josephs und den Riegel zerbrochen und hörte auf die Rede seines Weibes und warf Josephs in das Gefängnis, an den Ort, wo sich die Gefangenen befanden, die der König gefangen gesetzt hatte. Und er war dort im Gefängnis. Und GOTT schenkte Joseph Gnade vor dem Oberwärter des Gefängnisses und Erbarmen vor ihm; denn er sah, daß GOTT mit ihm war und daß GOTT ihm alles, was er tat, wohlgelingen ließ. Und er überließ ihm alles, und der Oberwärter des Gefängnisses kümmerte sich neben ihm um nichts; denn Joseph machte alles, und GOTT vollführte es. Und er blieb hier 2 Jahre.

Joseph deutet 2 Gefangenen ihre Träume

Und in jenen Tagen wurde der Pharao, der König von Ägypten, zornig über 2 seiner Eunuchen, über den Obermundschenk und über den Oberbäcker, und warf sie ins Gefängnis in das Haus des Oberkochs, in das Gefängnis, wo Joseph gefangen gehalten wurde. und der Oberwärter des Gefängnisses trug Joseph auf, ihnen zu dienen; und er diente ihnen.

Und es träumten die beiden, der Obermundschenk und der Oberbäcker, einen Traum und sie erzählten ihn dem Joseph. Und wie er ihn ihnen auslegte, so geschah ihnen: und den Obermundschenk setzte Pharao wieder in sein Amt ein, aber den Bäcker ließ er töten, wie ihnen Joseph ausgelegt hatte.

Und der Obermundschenk vergaß den Joseph im Gefängnis, obgleich er ihm kund getan hatte, was ihm geschehen werde. Und er dachte nicht daran, dem Pharao kund zu tun, wie Joseph ihm gesagt hatte; denn er hatte es vergessen.

Die Träume des Pharao.

Josephs Erhöhung

Und in jenen Tagen träumte der Pharao 2 Träume in einer Nacht über eine Heimsuchung, die über das ganze Land kommen sollte, und er wachte aus seinem Schlafe auf und rief alle Traumdeuter, die in Ägypten waren, und auch die Zauberer und sagte ihnen seine beiden Träume; aber sie konnten sie nicht erklären.

Und darauf dachte der Obermundschenk an Joseph und erzählte von ihm beim König, und der ließ ihn aus dem Gefängnis herausholen und erzählte vor ihm seine beiden Träume. Und er sprach zu dem Pharao, daß seine beiden Träume eins seien, und er sprach zu ihm: 7 Jahre wird Überfluß eintreten in ganz Ägypten und danach 7 Jahre der Not, dergleichen Not noch nicht gewesen ist auf der ganzen Erde. Jetzt aber verordne der Pharao im ganzen Lande Ägypten..., und man möge Speise sammeln von Stadt zu Stadt in den Tagen der Jahre des Überflusses, und dann wird Speise vorhanden sein für die 7 Jahre der Not, und das Land wird nicht zu Grunde gehen wegen der Not; denn sie wird sehr heftig sein.

Und GOTT schenkte Joseph Gnade und Erbarmen vor den Augen des Pharao, und der Pharao sprach zu seinen Dienern: Wir werden keinen so weisen und einsichtigen Mann finden, wie dieser Mann ist; denn der Geist GOTTES ist mit ihm. Und er setzte ihn als zweiten in seinem ganzen Reiche ein und machte ihn zum Aufseher in ganz Ägypten und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen, dem des Pharao, fahren. Und er kleidete ihn in ein Kleid von Byssus und legte eine goldene Kette an seinen Hals und machte ihn zum Herrn über seines ganzes Haus und machte ihn groß und sprach zu ihm: Ich bin nicht größer als du, außer allein um den Thron!

Und Joseph wird Herr über ganz Ägypten, und alle Fürsten des Pharao und alle seine Diener und alle, die Geschäfte des Königs verrichteten, gewannen ihn lieb. Denn in Rechtschaffenheit wandelte er, und es gab bei ihm keinen Hochmut, noch Überheben, noch Ansehen der Person, noch gab es Annehmen von Geschenken, sondern in Rechtschaffenheit richtete er alle Völker des Landes.

Und das Land Ägypten hatte Frieden vor dem Pharao um Josephs willen; denn GOTT war mit ihm und gab ihm Gnade und Erbarmen für sein ganzes Geschlecht vor allen, die ihn kannten, und denen, die Kunde von ihm hörten. Und das Reich des Pharaos war in Ordnung, und es war kein Widersacher, noch Böser da. Und der König nannte den Namen Josephs Sesantisanes und gab Joseph die Tochter Potiphars, die Tochter des Priester von Heliopolis, des Oberkochs, zum Weibe.

Und an dem Tage, da Joseph vor dem Pharao stand, war er 30 Jahre alt. Und in diesem Jahr starb Isaak. Und es kam, wie Joseph in betreff der Deutung seiner beiden Träume gesagt hatte: und es waren 7 Jahre des Überflusses im ganzen Land Ägypten, und das Land Ägypten brachte viel Frucht hervor. Und Joseph sammelte Speise von Stadt zu Stadt, bis die Speicher voll waren von Getreide, bis man es wegen seiner Menge nicht mehr zählen und messen konnte.

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