Judas Blutschande mit Thamar; seine Reue und Buße

Und im 45. Jubiläum, in der 2. Jahrwoche am 2. Jahre (2.165 Jahre), nahm Juda für Ger, seinen Erstgeborenen, ein Weib von den Töchtern Arams mit Namen Thamar. Aber er haßte sie und wohnte ihr nicht bei, weil seine Mutter von den Töchtern Kanaans war, und er wollte sich ein Weib vom Stamme seiner Mutter nehmen; aber sein Vater Juda hatte es nicht erlaubt.

Und dieser Ger, der Erstgeborene Judas, war böse, und GOTT tötete ihn. Und Juda sprach zu Onan, dessen Bruder: Gehe ein zum Weibe deines Bruders und vollziehe die Schwagerehe mit ihr und erwecke deinem Bruder Samen. Und Onan wußte, daß der Same nicht sein wäre, sondern seines Bruders und ging hinein in das Haus des Weibes seines Bruders und goß den Samen auf die Erde, und er war böse in den Augen GOTTES, und der tötete ihn. Und Juda sprach zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe im Hause deines Vaters als Witwe, bis mein Sohn Sela heranwächst, und dich ihm zum Weibe gebe. Und er wuchs heran, aber Bathsua, das Weib Judas ließ nicht zu, daß ihr Sohn Sela sie heirate; und Bathsua, das Weib Judas, starb im 5. Jahre dieser Jahrwoche.

Und im 6. Jahre (2.169 Jahre) zog Juda hinauf nach Thimna, um seine Schafe zu scheren; und man sagte zu Thamar: Siehe, dein Schwiegervater zieht herauf nach Thimna, um seine Schafe zu scheren. Und sie legte die Kleider ihrer Witwenschaft ab und legte einen Schleier an und machte sich schön und setzte sich an das Tor auf der Straße nach Thimna. Und während Juda dahinging, traf er sie und hielt sie für eine Hure und sprach zu ihr: Ich will zu dir eingehen! Und sie sprach zu ihm: Komm herein! Und er ging hinein. Und sie sprach zu ihm: Gib mir meinen Buhlerlohn! Und er sprach zu ihr: Ich habe nichts in meiner Hand außer meinem Ring an meinem Finger und meiner Halskette und meinem Stabe, der in meiner Hand ist. Und sie sprach zu ihm: gib sie mir, bis du mir meinen Buhlerlohn schickst! Und er sprach zu ihr: Ich werde dir einen Ziegenbock schicken! Und gab sie ihr, und sie wurde schwanger von ihm. Und Juda ging zu seinen Schafen; sie aber ging in das Haus ihres Vaters.

Und Juda schickte einen Ziegenbock durch die Hand seines Hirten, eines Abulamiten; doch er fand sie nicht und fragte die Leute der Gegend, indem er sprach: Wo ist die Hure, die hier war? Und sie sprachen zu ihm: Es gibt aber hier bei uns keine Hure! Und er kehrte um und zeigte ihm an, daß er sie nicht habe finden können, und sprach zu ihm: Ich habe auch die Leute der Gegend gefragt, doch sie sprachen zu mir: Es gibt hier keine Hure! Und er sprach: Sie mag es behalten, damit wir nicht zum Gespött werden!

Und als ihr 3 Monate verflossen waren, zeigte es sich, daß sie schwanger war. Und sie sagten es Juda, indem sie sprachen: Siehe, deine Schwiegertochter Thamar ist durch Hurerei schwanger geworden. Und Juda ging in das Haus ihres Vaters und sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Führt sie heraus, daß man sie verbrenne, weil sie in Israel etwas Unreines getan hat! Und als man sie herausführte, um sie zu verbrennen, schickte sie ihrem Schwiegervater den Ring und die Halskette und den Stab, indem sie sagen ließ: Siehe zu, wessen dies ist; denn von ihm bin ich schwanger! Und Juda erkannte es und sprach: Thamar ist gerechter als ich, und man soll sie also nicht verbrennen!

Und deswegen wurde sie nicht dem Sela gegeben, und er näherte sich ihr nun auch nicht mehr. Und darauf gebar sie 2 Kinder, den Perez und den Serah, im 7. Jahre dieser 2. Jahrwoche (2.170 Jahre).

Und darauf gingen die 7 Jahre der Fruchtbarkeit zu Ende, von denen Joseph dem Pharao gesprochen hatte. Und Juda erkannte, daß es eine böse Tat sei, die er getan, weil er seiner Schwiegertochter beigewohnt hatte, und hielt sie für schlecht vor seinen Augen und erkannte, daß er gesündigt und sich vergangen hatte, weil er die Decke seines Sohnes aufgedeckt hatte, und er begann zu klagen und vor GOTT wegen seiner Sünde um Gnade zu flehen. Und wir sagten ihm im Traum, daß ihm vergeben werde, weil er so sehr flehte und weil er trauerte und es nicht mehr tat. Und es wurde ihm Vergebung, weil er sich von seiner Sünde und von seiner Unwissenheit bekehrte; denn er hatte sich schwer versündigt vor unserem GOTT. Und jeder, der so tut, jeder, der seiner Schwiegertochter beiwohnt, den soll man mit Feuer verbrennen, daß er darin verbrenne. Denn Unreinheit und Befleckung liegt auf ihnen; mit Feuer soll man sie verbrennen.

Du aber gebiete den Kindern Israel, daß keine Unreinheit unter ihnen sein soll. Denn jeder, der seiner Schwiegertochter oder Schwiegermutter beiwohnt, hat eine Unreinheit begangen. Mit Feuer soll man den Mann verbrennen, der ihr beigewohnt hat, und auch das Weib; und er wird dann Zorn und Plage von Israel entfernen. Dem Juda aber haben wir gesagt, daß, weil seine beiden Söhne ihr nicht beigewohnt haben, und deshalb sein Same zu einem anderen Geschlecht erweckt wurde, und daß es nicht hinweggetilgt werden wird. Denn in seiner Frömmigkeit war er hingegangen und hatte die Strafe gefordert; denn nach dem Rechte Abrahams, das er seinen Söhnen geboten, hatte sie Juda mit Feuer verbrennen wollen.

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