Kapitel 16:

Über die Folgen des Unrechts

Viele Kinder sind nur dann etwas, was du dir wünschen solltest, wenn sie etwas taugen! Auf mißratene Söhne kannst du nicht stolz sein. Und wenn sie noch so zahlreich sind, freue dich nur dann über sie, wenn sie den HERRN ernst nehmen! Verlaß dich nicht darauf, daß sie lange leben, rechne auch nicht mit ihrer großen Anzahl! Ein Kind, das auf GOTT hört, ist besser als tausend andere. Sogar kinderlos sterben ist besser, als Kinder zu haben, die sich gegen GOTT auflehnen.

Durch die Klugheit eines einzigen Mannes nimmt die Bevölkerung einer Stadt zu; aber eine Bande von Gottvergessenen macht sie menschenleer. Dafür habe ich viele Beispiele gesehen, und noch treffendere habe ich gehört: In einer kleinen Versammlung von Sündern wird GOTTES flammender Zorn entzündet, und dann wendet er sich gegen das ganze ungehorsame Volk. Er hat den Riesen der Vorzeit nicht vergeben, die sich im Vertrauen auf ihre Stärke gegen ihn empörten. Die Stadt, in der Lot wohnte, hat er nicht verschont, weil er den Übermut ihrer Bewohner verabscheute. Er hatte kein Erbarmen mit dem todgeweihten Volk der Kanaaniter, sondern vernichtete es wegen seiner Schuld. Ebenso erging es den sechshunderttausend Mann in der Wüste, die starrsinnig waren und sich zusammenrotteten.

Selbst wenn es nur einen einzigen Starrsinnigen gäbe, es wäre ein Wunder, wenn seiner Strafe entginge. Der HERR ist voll Erbarmen, aber er kann auch zornig werden. Er hat die Macht, zu vergeben und zu vernichten. So groß wie sein Erbarmen, so schwer ist auch seine Strafe, und er beurteilt jeden nach seinen Taten. Kein Verbrecher entkommt mit seiner Beute; aber wer dem HERRN die Treue hält, dessen Geduld wird nicht enttäuscht. Für jede gute Tat schafft der HERR die Gelegenheit, und jeder bekommt den Lohn für seine Taten.

Sag nicht: Ich werde mich vor dem HERRN verstecken, keiner da oben wird an mich denken. Unter so vielen Leuten kann mich niemand erkennen. Wer bin ich denn als einzelner in der ganzen riesengroßen Welt? Wenn der HERR nach seiner Schöpfung schaut, dann fängt alles an zu beben: der Himmel mit seinen höchsten Höhen, die Erde und der tiefste Abgrund. Die Berge und die Fundamente der Erde zittern, wenn er sie anblickt. Doch darüber denkt mancher nicht nach. Wer achtet schon auf das Tun des HERRN? Das meiste davon ist für den Menschen ebenso unsichtbar wie der Wind. Wer verkündet die gerechten Taten des HERRN? Wer erwartet noch welche? Die Zeit, als er den Bund mit uns schloß, ist schon so lange her! So denkt nur einer, der wenig Verstand hat. So urteilt jemand, der durch seine Dummheit irregeführt ist.

Ein Lied auf GOTTES Weisheit in der Schöpfung

Hör mir zu, mein Sohn! Achte auf meine Worte, damit du etwas lernst. Ich will dir abgewogene Unterweisung geben und genau erforschtes Wissen mitteilen:

Als der HERR am Anfang seine Werke schuf, da bestimmte er jedem seinen Platz. Er gab den Gestirnen die ewige Ordnung und legte ihren Auftrag für immer fest. Sie ermatten nicht werden nicht müde, nie lassen sie ihre Arbeit im Stich. Keines von ihnen verdrängt das andere, nie widerstreben sie seinem Befehl. Dann schaute der HERR die Erde an und füllte sie mit vielen guten Dingen. Er bedeckte sie mit jeder Art von Tieren, und sie alle kehren zurück in den Staub.

Kapitel 17:

Aus Erde formte der HERR die Menschen, auch sie schickt er wieder zu ihr zurück. Er gab ihnen abgezählte Tage und setzte die Zeit ihres Lebens fest, und doch übertrug er ihnen die Herrschaft über alles, was auf der Erde ist. Er schuf sie nach seinem eigenen Bild und gab ihnen teil an seiner Macht. Auf alle anderen Lebewesen ließ er Furcht vor den Menschen fallen, die herrschen sollten über Tiere und Vögel. Er gab ihnen Zunge, Auge und Ohr und einen Verstand, um nachzudenken. Mit Einsicht und Wissen erfüllte er sie und leitete sie durch Beispiele an, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Er lehrte sie, ihn ernst zu nehmen, und zeigte ihnen die Größe seiner Werke, ihn, den Heiligen, sollen sie preisen und die Größe seiner Werke verkünden!

Doch nicht nur Einsicht schenkte er ihnen, sondern auch das Gesetz, den Weg zum Leben. Er schloß mit ihnen einen ewigen Bund und verkündete ihnen seine Gebote. Sie sahen den Glanz seiner Herrlichkeit und hörten seine gewaltige Stimme. Er warnte sie ernstlich vor jedem Unrecht, und für ihr Leben miteinander gab er ihnen klare Weisung.

GOTT entgeht nichts

Der HERR sieht jederzeit, was die Menschen tun; nichts kann seinen Augen entgehen. Über jedes Volk hat er einen Herrscher gesetzt; aber Israel ist das Eigentum des HERRN. Alle Taten der Menschen liegen vor ihm wie im hellsten Sonnenlicht; ständig beobachtet er, was sie tun. Kein Unrecht entgeht ihm, jede Verfehlung ist ihm bekannt. Jede Hilfe, die einem Armen geleistet wird, ist vor dem HERRN so wertvoll wie ein Siegelring; jede Freundlichkeit ist für ihn kostbar wie ein Auge. Zuletzt spricht er den Verbrechern das Urteil und verhängt die volle Strafe über sie. Doch denen, die umkehren, gewährt er Zutritt zu sich. Er spricht all denen Mut zu, die nicht genug Kraft zum Durchhalten haben.

Aufruhr zur Umkehr

Kehr um zum HERRN und hör auf, Unrecht zu tun! Bete zu ihm und verringere deine Schuld! Wende dich hin zu GOTT, dem Höchsten, und wende dich ab vom Unrecht! Hasse mit aller Kraft, was er verabscheut! Gibt es in der Totenwelt einen, der den Höchsten preist? Es ist Sache der Lebendigen, ihm mit Lobliedern zu danken. Solange einer lebt und gesund ist, kann er den HERRN preisen; wenn er stirbt und nicht mehr da ist, hören die Danklieder auf. Groß ist das Erbarmen des HERRN! Groß ist seine Nachsicht mit allen, die zu ihm umkehren. Bei Menschen ist keine Vollkommenheit zu finden, denn kein Mensch ist unsterblich. Nichts ist heller als die Sonne, doch sogar sie kann sich verfinstern. Noch leichter wird das Denken des vergänglichen Menschen durch das Böse verfinstert. GOTT zieht das ganze Heer der Gestirne zur Rechenschaft, wieviel mehr dann die Menschen, die doch nur Staub und Asche sind!

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